Erfahrungen mit Leib und Seele – Nahtoderfahrungen und die Weisheit des Herzens

Nahtoderfahrungen sind laut neuen wissenschaftlichen Studien konkrete, außerkörperliche Erfahrungen unserer Seele, unseres inneren Wesenskerns. Sie werden durch Unfälle oder andere schockartige Ereignisse ausgelöst. Dabei kann die Seele entweder Lichterlebnisse erfahren oder sie erlebt physisch-reale Vorgänge im weiteren Umfeld des Körpers, mit dem sie noch verbunden ist. Autoren wie Raymond Moody, Pim van Lommel oder Eben Alexander beschreiben dieses Phänomen in ihren Werken.

Ist auch ein willentlicher Übertritt in die Sphäre dieser Erfahrungswelt möglich? Mystiker erzählen von einem Gespräch Jesu mit einem seiner Schüler, in dem er ihm das Prinzip „Stirb, bevor Du stirbst“ erläutert. Die Botschaft dieser Formel lautet: ein gewöhnlicher Mensch kann Methoden einüben und anwenden, durch die er seine Seele reifen lässt, bis sie kräftig genug ist, all ihre Anhaftungen loszulassen und willentlich außerkörperliche Erfahrungen zu erreichen.

Sinn und Zweck dieser mit Mühen und Disziplin verbundenen Übungen ist es, eine größere innere Freiheit zu erlangen, um verantwortlich und kraftvoll die Welt mit zu gestalten.

Solche Übungswege beschreiben Mystiker aller spirituellen Traditionen. Es handelt sich um seriöse, mehrstufige Wege, die unterschiedliche Daseinsschichten im Menschen ansprechen. Laut Dr. Seyed M. Azmayesh, einem in Paris lebenden Sufimeister und Bewusstseinsforscher, sollen solche Übungswege den Bezug zum inneren Wesenskern stärken und damit Schöpfungskraft und Liebesfähigkeit allmählich erweitern.

Es geht dabei u.a. um die immer tiefer werdende Verbindung der lebendigen Rhythmik des physischen Herzschlags mit der „Seelenrhythmik“ durch spezielle Meditationsformen.  So öffnen sich neue außerkörperliche Erfahrungswelten für die liebende Verbundenheit mit den Menschen und der Welt und für unser schöpferisches Potential.

Weitere Infos: www.herzmeditation.eu

Helmut N. Gabel

Mein Herz ist ein Ofen, der sich mit Feuer begnügt.
Dem Ofen reicht es, ein Haus der Flammen zu sein!

Dschelaledin Rumi, genannt Maulana (13. Jhd)